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CDU

Die CDU Parteizentrale in Berlin

Die CDU entstand aus der katholischen Zentrumspartei des deutschen Kaiserreiches und der Weimarer Republik und ist eine der ältesten noch existenten deutschen Parteien. Sie ist eine konservative, christdemokratische Partei der politischen rechten Mitte (derzeitige Selbstlokalisierung „Die Mitte“). Sie hat derzeit etwa eine halbe Million Mitglieder, die in Landesverbänden und Ortsgruppen organisiert sind.
Sie ist eine Volkspartei. D.h., dass sie den Anspruch besitzt, einen großen Teil aus allen Bereichen der Bevölkerung anzusprechen und zu vertreten, nicht nur eine bestimmte Interessensgruppe. Wie der Name impliziert, orientiert sich die Partei ihrem Selbstverständnis zufolge an christlichen Werten und Ansichten, weshalb besonders in der Gründungsphase der Partei besonders Katholiken, aber auch evangelische Bürger den Großteil der Wähler ausmachten. Die CDU ist mit der CSU, der Christlich Sozialen Union (der „CDU Bayerns“) verbunden und bildet mit ihr eine (weitgehende) politische Einheit und Wahlgemeinschaft.
Das aktuellste politische Programm ist im Grundsatzprogramm „Freiheit und Sicherheit. Grundsätze für Deutschland.“, von 2007 dargelegt. Derzeit stellt die CDU in Koalition mit der Freien Demokratischen Partei Deutschlands (diese ist auch der bevorzugte Koalitionspartner der CDU; mit der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) ging die CDU allerdings auch bereits zweimal eine Koalition auf Bundesebene ein.) die Bundesregierung und die Bundeskanzlerin.
Die CDU bekennt sich klar zum NATO-Bündnis, zur Europäischen Union und legt Wert auf ein gutes Verhältnis zu den USA. Wirtschaftspolitisch wird die Soziale Marktwirtschaft befürwortet. Politische Konfliktherde mit anderen Parteien sind unter anderem das Festhalten am dreigliedrigen Schulsystem, das gegen die von anderen Parteien wie der SPD favorisierten Gesamtschule steht. Auch die Befürwortung von Studiengebühren durch die CDU ist ein Konfliktpunkt.
Außenpolitisch betont die CDU die wichtige Rolle Deutschlands in Europa.
Trotz ihrer selbst proklamierten Offenheit für alle gilt die CDU weiterhin als konservative, bürgerliche Partei, die ihr Wählerspektrum weiterhin hauptsächlich aus den traditionell eher konservativen Gesellschaftsschichten bezieht: Katholiken, Landbevölkerung und beruflich Selbstständige. Hinzu kommt, dass der Anteil an weiblichen Wählern über die Zeit stark abgenommen hat: Bei der Bundestagswahl 2009 waren noch nicht einmal 30% aller CDU Wähler weiblich.
Traditionelle „CDU-Bundesländer“ sind Bayern und – trotz der überraschenden, historischen Wahlniederlage 2011 – Baden-Württemberg.