Voterank header image 1

FDP

Die Freie Demokratische Partei ist eine bürgerliche Partei der Mitte, die sich auf liberale Grundsätze beruft und keine feste Ausrichtung nach links oder rechts hat. Sie entsprang 1948 dem bürgerlichen Milieu des Mittelstandes der Vorkriegszeit und den knüpfte an die Tradition ursprünglicher liberaler Parteien an. Ihre Ausrichtung hat sich über die Jahrzehnte allerdings mehrfach gewandelt.

Die FDP - Im Wahlkampf kann es auch mal ein Heißluftballon sein

Sie gilt ob ihrer kleineren Größe nicht als Volkspartei, kann aber genug Programmpunkte aus verschiedenen Bereichen vorweisen, um keine bloße Interessenspartei zu sein.
Die Grundsätze der FDP sind die Freiheit und Eigenverantwortung des Einzelnen, was mit einer Betonung möglichst wenig Einmischung und Bevormundung vonseiten des Staates einhergeht. Konkret heißt das beispielsweise, dass sich die FDP gegen Vorratsdatenspeicherung von persönlichen Daten der Bürger ausspricht und Eingriffe in die Freiheit des Einzelnen durch Bevorzugung diverser Strukturen – wie etwa die Ehe zwischen Mann und Frau vor homosexuellen Ehen – strikt ablehnt.
Ihre Wählerstruktur gestaltet sich aufgrund deren Wechselhaftigkeit unterschiedlich: Tendenziell kommen heutige Wähler aus dem (gehobenen) Mittelstand, aus Industrie und Wirtschaft, dem Bildungsbürgertum und aus dem Bereich von Selbstständigen. Der Anteil männlicher Wähler ist bedeutend höher als der an Wählerinnen.
Seit 2009 bildet die FDP zusammen mit der CDU die Bundesregierung, musste seitdem aber erhebliche Einbußen an Zuspruch in der Bevölkerung hinnehmen. Umstritten ist dabei besonders die vielfach von der FDP geforderte Steuersenkung; ein wirtschaftspolitisches Prinzip der FDP ist die Entlastung der Bürger – insbesondere des Mittelstandes – durch Steuersenkung und eine daraus resultierende vergrößerte Kaufkraft, die wiederum der Wirtschaft zugutekommen soll.
Der liberale Aspekt der FDP ist in den letzten Jahren auch allgemein mehrheitlich von neoliberalen Wirtschaftsideen geprägt gewesen, favorisiert wird eine Beendigung von staatlichen Subventionen, der Ausbau von Privatisierungen der Wirtschaft und Abbau von Wirtschaftshemmnissen. Dadurch gerät sie insbesondere in den Konflikt mit der SPD, die sich für mehr staatliche Kontrolle in der Wirtschaft und stärkere Arbeitnehmer und Gewerkschaften einsetzt.
Die Verantwortung des Einzelnen schlägt sich unter anderem in der Bildungspolitik nieder: So soll das dreigliedrige Schulsystem erhalten bleiben, um eine Leistungsorientierung zu gewährleisten und Förderchancen für Einzelne und Begabte zu verbessern. Auch befürwortet die FDP die Ganztagsschule und das Abitur nach zwölf, statt dreizehn Schuljahren.

Keine Kommentare

0 Antworten bis jetzt ↓

  • Es gibt keine Kommentare bis jetzt...Trete Sachen weg, die vom Formular runterfallen.

Hinterlasse ein Kommentar