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Die Linke

Die Linke entstand 2007 aus der PDS (Partei Demokratischen Sozialismus) und der WASG („Arbeit und soziale Gerechtigkeit – die Wahlalternative“) als Partei des „demokratischen Sozialismus“, den zwar auch die SPD in ihrem Anspruch führt, jedoch weniger radikal und kompromissbereit.
Zwar hat die Linke noch kein festes Parteiprogramm ausgearbeitet, allerdings sind Satzungspräambeln und mündliche Äußerungen vonseiten der Parteispitze anhaltgebend für die politischen Ansprüche der Partei. Antikapitalistisch, antifaschistisch und in der Tradition der Arbeiterbewegung stehend sieht sich die Linke als Wahrer einer Systemalternative. In diversen sozialpolitischen Fragen gehen die Vorstellungen der Linken mit denen der SPD konform, besonders die Stärkung von Arbeitnehmern und Gewerkschaften und ein Ausbau des Sozialstaates. Allerdings gehen die Forderungen der Linken bis hin zur Vergesellschaftung der Energiewirtschaft oder Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns.

Mit solchen Forderungen wie auf diesem Wahlplakat geht Die Linke in Wahlkämpfe

Problematisch ist, dass die Forderungen und formulierten Ziele mehrheitlich als simple Abgrenzung zur derzeitigen Regierungspolitik erscheinen. Durch das Fehlen eines positiven und konstruktiven Parteiprogramms erscheint die Linke oft mehr als radikale Protestpartei. Diese Annahmen sind bedingt auch nicht unbegründet: Da die Linke auch einen extremen Flügel aufweist und auch gewaltbereite Linksautonome mit der Linkspartei sympathisieren und die Partei ihre Wurzeln auch in der SED der einstigen DDR hat, womit sich auch heute teilweise noch Funktionäre identifizieren können, wird die Partei und deren Abgeordnete in einigen Bundesländern vom Verfassungsschutz überwacht. Die Partei umfasst heute etwa 75 000 Mitglieder.
Die Wählergruppe der Linken ist stark geografisch beeinflusst: Die meisten Wähler stammen aus Ostdeutschland und haben einen hohen Altersdurchschnitt. Im Westen ist die Linke in den Bundesländern nur schwach vertreten. Allerdings haben Enttäuschungen der Wähler der Volksparteien für einen Anstieg der Wähler bei Extremparteien, so auch der Linken, gesorgt. Besonders aus dem linken Flügel der SPD sind sowohl Mitglieder als auch Wähler zur Linken abgewandert.
Attraktiv für die alternative linke Szene gestaltet sich die Partei theoretisch in ihrer Betonung der Emanzipation, Internationalität, Pazifismus (wie zum Beispiel die Forderung nach einem unverzüglichen Abzug aller deutschen Truppen aus Afghanistan) und Ausbau der Migrations- und Integrationsförderung. Durch ihren Protestcharakter und fehlende konstruktive Modelle hält sich die Zahl an Jungwählern allerdings in Grenzen.
In Brandenburg ist die SPD mit der Linken eine Koalition zur Regierungsbildung eingegangen.

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