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SPD

Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) ist die älteste, existente Partei in der politischen Landschaft der Bundesrepublik; die erste Gründung erfolgte 1875, die Neugründung nach dem Zweiten Weltkrieg 1945.
Die SPD war ursprünglich eine aus dem proletarischen Arbeitermilieu entsprungene Linkspartei mit marxistischen Grundsätzen. Sie bildete im Kaiserreich und in der Weimarer Republik den linken Gegenpart zum konservativ-bürgerlichen Lager von Nationalisten und Katholiken.
Seit 1959 hat sie nach Aufgabe der marxistischen Grundsätze den Anspruch eine Volkspartei zu sein und hat sich – ebenso wie die CDU – der politischen Mitte angenähert und sich anderen Wählergruppen geöffnet. Diese waren ursprünglich die – mehrheitlich protestantisch orientierten –, einfacheren Leute der Arbeiterklasse. Heute sind Arbeiter eine Minderheit in der Wählerschaft der SPD, größere Gruppen sind Beamte, Angestellte und auch immer mehr Akademiker.
Die Mitgliederzahl beläuft sich derzeit auf etwas über eine halbe Million.
Die Partei beruft sich auf die Grundsätze der Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität. Recht allgemein formuliert drücken sich diese Grundsätze in den politischen Tendenzen der SPD deutlicher aus: So erkennt man in der Wirtschaftspolitik eindeutig die traditionell aus dem linken politischen Feld stammende Tendenz zur Steuerung gewisser Wirtschaftsaspekte, ein Ausbau des Sozialsystems und eine Stärkung der Rechte von Arbeitnehmern. Gerade Letzteres ist ein Kernbestreben der SPD.
Die Wirtschafts- und Sozialpolitik ist einer der großen Konfliktpunkte, vor allem mit der CDU; die beiden Volksparteien bilden für gewöhnlich ein konkurrierendes Duo. Aber auch in der Bildungspolitik, der Innenpolitik und der Außenpolitik unterscheiden sich die Vorstellungen der SPD stark von denen des bürgerlichen Lagers. Klassische Streitfragen sind der EU-Beitritt der Türkei, Integrationsdebatten, die Gesamtschule nach der Grundschule und die Höhe der Beiträge für sozial Bedürftige, die die SPD als nicht gerecht erachtet und erhöhen möchte.
Eine seit Ende des 20. Jh. in die Programme der SPD aufgenommene Thematik betrifft Frauenemanzipation und Umweltschutz – besonders Letzteres sorgte dafür, dass die SPD den anfänglichen Konkurrenten, die Partei der Grünen, als Koalitionspartner gewinnen konnte. Die Grünen sind in den meisten Fällen seitdem der bevorzugte Partner.
Von der sozialistischen Partei „Die Linke“ distanziert sich die SPD in den meisten Ländern und auf Bundesebene. In Brandenburg regiert derzeit allerdings eine Koalition aus SPD und den Linken, was auch auf die unterschiedlichen Ausprägungen und Tendenzen innerhalb der SPD verweist.

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